Es gibt Vereinsausflüge, die man monatelang vorbereitet. Und dann gibt es den ersten offiziellen – vom 5. bis 8. Juli –, bei dem man einfach losfährt und schaut, was daraus wird. Spoiler: ziemlich viel.
Freitag – Anreise und Ankommen
Nach einer entspannten Anreise landeten wir im „The Salt Townhouse“ mitten in Hallein. Modern, zentral, mit Charme. Kein schlechter Ausgangspunkt.
Kaum angekommen, zog es uns weiter nach Kuchl. Badesee, Abkühlung, erledigt. Danach das „Kunstraum“: kleines Lokal, Pizza vom Nachbarn, kaltes Bier, gute Stimmung. Ein paar Einheimische dazu, Abend ausklingen lassen. So fängt ein Wochenende an.
Samstag – Hoher Göll (2.522 m)
Am nächsten Morgen über die Grenze nach Deutschland zum Kehlsteinparkplatz. Von dort mit dem Bus hinauf zum Kehlsteinhaus – und von dort begann die eigentliche Tour.
Die Route führte über den Mandelgrat bis zum Hohen Göll. Grandiose Bergtour, spektakuläre Ausblicke. Beim Gipfelfoto sorgte der starke Wind kurz für Aufregung: Unsere Drohne wurde davongeweht. Zum Glück konnten wir sie noch rechtzeitig retten. Adventure eben.
Der Abstieg ging über den Schustersteig zum Purtschellerhaus, direkt auf der Grenze zwischen Deutschland und Österreich. Geschichtsträchtiger Ort, kühles Bier, kurze Pause. Dann kündigte sich ein Gewitter an – also zügig runter. Trocken angekommen. Auch schön.
Am Abend gemeinsames Essen beim vietnamesischen Wok-Restaurant. Bei gutem Essen und Bier besprachen wir die Pläne für den nächsten Tag: die Watzmann-Überschreitung. Wegen der unsicheren Wetterlage war schon klar, dass wir flexibel bleiben mussten.
Sonntag – Watzmannhaus und Hocheck (2.651 m)
Am 7. Juli starteten wir früh an der Wimbachbrücke. Stetig bergauf zur Mitterkaseralm – Stärkung mit einem deftigen Kasbrot und Kracherl –, dann weiter zum Watzmannhaus. Schweißtreibend, aber die Aussicht entschädigte.
Oben: wohlverdientes Bier, Wettercheck. Die Prognose verschlechterte sich weiter. Gegen die komplette Überschreitung entschieden wir uns – das Watzmann Hocheck (2.651 m) wollten wir trotzdem noch. Gesagt, getan. Gipfel erreicht. Beim Abstieg zogen wir die Goretex-Jacken über, als leichter Regen einsetzte.
Zurück im Watzmannhaus: Bier, Schweinsbraten, Tourgeschichten. Die Nacht war urig und ruhig – echte Hüttenatmosphäre mit Bergpanorama vor der Tür.
Montag – Abstieg und Heimreise
Am 8. Juli nach dem Hüttenfrühstück wieder hinab zur Wimbachbrücke. Unten noch in die Bäckerei am Parkplatz: Kaffee, zweites Frühstück, dann Richtung Heimat.
Was bleibt? Drei Tage Bergabenteuer, viele Höhenmeter, Planänderungen wegen Wetter, gutes Essen und tolle Gespräche. Distanz am Hohen Göll: 11,34 km, Anstieg 868 Meter, Zeit 5:45 Stunden. Am Hocheck: 19,36 km, Anstieg 2.070 Meter, Zeit 6:50 Stunden.
Unser erster offizieller Vereinsausflug. Kein Prospekt, sondern Realität. Und genau deshalb unvergesslich.
Hoher Göll
Hocheck



