Triglav (2864m)

triglav

Vom 15. bis 17. August 2024 machten wir uns gemeinsam auf, um den höchsten Gipfel Sloweniens – den Triglav (2.864 m) – zu erklimmen. Zwei Tage voller Abenteuer, Teamgeist und unvergesslicher Ausblicke liegen hinter uns.

Mittwoch, 15.08.2024 – Aufbruch nach Slowenien
Nach einem langen Arbeitstag sattelten wir unsere Autos und fuhren Richtung Slowenien. Unser Ziel war der Aljažev Dom in den Vratier Tälern, der malerisch am Fuß des Triglav liegt. Die Straße schlängelte sich durch dichten Bergwald, vorbei an rauschenden Bächen, bis wir schließlich im Abendlicht den alten Steinhof erreichten. Schon beim Betreten des Hauses spürten wir die besondere Atmosphäre: Holzduft, Bergsteigerstiefel am Flur und erwartungsvolle Blicke aller Gäste. Nach einer herzhaften Jause und einem gemütlichen Plausch am Kamin ließen wir den Tag ausklingen und freuten uns auf das, was vor uns lag.

Donnerstag, 16.08.2024 – Gipfeltag über den Tominšek-Steig
Der Wecker klingelte um 5 Uhr – noch vor dem Sonnenaufgang. Nach einem kräftigenden Frühstück mit Müsli, Speck und warmem Kaffee brachen wir um 6 Uhr in der kühlen Morgendämmerung auf. Der Tominšek-Steig, unser Aufstiegsweg, empfing uns zunächst mit sanften, wurzeligen Wiesenpfaden, bevor er in einen steinigen, zum Teil versicherten Klettersteig überging.

Gemeinsam meisterten wir schroffe Felsen und ausgesetzte Passagen – jeder half dem anderen beim Sichern, fotografierte den Sonnenaufgang hinter den Julischen Alpen und spornt e uns gegenseitig an. Nach rund vier Stunden erreichten wir die Triglavski dom na Kredarici (2.515 m), wo wir eine kurze Rast einlegten und uns mit heißer Suppe und frischem Wasser stärkten.

Der letzte Abschnitt zum Gipfel war steil, aber absolut lohnenswert: Auf den letzten Metern wurde der Pfad immer luftiger, der Wind frischte auf, und schließlich standen wir auf der imposanten, pyramidenförmigen Spitze des Triglav. Der Rundumblick war schlicht atemberaubend – die schneebedeckten Gipfel der Alpen, tiefe Schluchten und glitzernde Bergseen wie der Bohinjer See. Jeder Moment hier oben fühlte sich fast ehrfürchtig an. Wir umarmten uns, hoben die Wanderstöcke zum Sieg, knipsten unzählige Fotos und genossen die Stille – nur das Pfeifen des Windes begleitete uns.

Am frühen Nachmittag stiegen wir über den gleichen Weg zum Aljažev Dom ab, wo bereits kühle Getränke auf uns warteten. Bei strahlendem Sonnenschein ließen wir den Gipfeltag bei einem wohlverdienten Bier ausklingen und tauschten Gipfelgeschichten aus.

Freitag, 17.08.2024 – Abstieg über den Prag-Weg
Der nächste Morgen begrüßte uns mit klarem Himmel und frischer Bergluft. Nach dem Frühstück räumten wir unser Gepäck und starteten über den Prag-Weg den Abstieg ins Tal. Dieser Pfad verläuft auf der gegenüberliegenden Talseite und führt über weite Almwiesen und steile Geröllfelder hinunter. Immer wieder hielten wir an, um die letzten Blicke auf den Triglav zu genießen und den Zusammenhalt unserer Gruppe zu feiern.

Gegen Mittag erreichten wir den Parkplatz, von wo aus wir uns müde, aber überglücklich voneinander verabschiedeten. Rückblickend war die Tour nicht nur aufgrund der rund 2.000 Höhenmeter und der anspruchsvollen Wegabschnitte eindrucksvoll, sondern vor allem wegen des starken Gemeinschaftsgefühls, das in jeder Schlüsselsituation spürbar war.

Garmin Uhr
Distanz 14,56 km
Anstieg 1.956
Zeit 11:00

Fazit
Unsere Triglav-Besteigung war ein echtes Teamerlebnis: Höhenrausch, schroffe Grate, Gletscherblick und der Stolz, gemeinsam den höchsten Punkt Sloweniens erreicht zu haben. Wer die Herausforderung liebt und den Kontakt zur Natur sucht, findet auf dieser Route alles, was das Bergsteigerherz begehrt – und Freunde fürs Leben.

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